GERMANIA Inkasso-Dienst News Privatinsolvenzen älterer Bürger deutlich gestiegen

Privatinsolvenzen älterer Bürger deutlich gestiegen


Im ersten Halbjahr 2011 meldeten die deutschen Amtsgerichte
bzw. das statistische Bundesamt 7,4 % Unternehmensinsolvenzen
weniger als im ersten Halbjahr 2010. Zusammen mit den
Insolvenzen von Verbrauchern, anderen privaten Schuldnern und
Nachlässen summierte sich die Gesamtzahl der Insolvenzen auf
insgesamt 80.315 Fälle, das waren 5,0 % weniger als im ersten
Halbjahr 2010.

Die Gesamtzahl der Verbraucherinsolvenzen lag im ersten Halbjahr
2011 mit 51.778 Fällen um 3,9 % niedriger als im ersten Halbjahr
2010. Dabei stiegen jedoch die Privatinsolvenzen von deutschen
Bürgern, die 60 Jahre und älter sind, deutlich an.

Wie Bürgel berichtet, sind die Pleiten dieser Personengruppe im 1. Halbjahr 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um insgesamt 8,9 % gestiegen. Im Vergleich zu den männlichen Senioren, deren Anstieg 5,9 % beträgt, liegt der Zuwachs bei den weiblichen Senioren bei deutlichen 13,5 %.

In absoluten Zahlen stiegen die
Pleiten der Senioren von 4.752
im 1.Halbjahr 2010 auf 5.173 im
gleichen Zeitraum 2011. Der
Anteil der Männer ist mit 59,2 %
höher als bei den Frauen. Der
größte prozentuale Zuwachs
betrifft Bremen mit 65,6 %,
gefolgt vom Saarland mit 36,9
%, Sachsen (21,8 %) und
Nordrhein-Westfalen (20,3 %).
Gesunkene Privatinsolvenzen in
der Altersgruppe 60+ melden
Mecklenburg-Vorpommern mit
einem Minus von 19,4 %,
Brandenburg (minus 3,5 %) und
Niedersachsen (minus 2,6 %).

Quelle: Internet: http//www.destatis.de; Herausgeber: Statistisches Bundesamt; Pressemitteilung vom 07.09.2011
Internet: http//www.buergel.de


Finanzfalle Fremdwährungskredit

Die Verbraucherzentrale Bayern warnt vor Fremdwährungskrediten. Wer zur Finanzierung auf einen Fremdwährungskredit setzt, geht ein hohes Risiko ein. Bei dieser Finanzierungsform schließt man keinen Kredit in Euro sondern in einer vermeintlich beständigeren Währungen ab und dies zu einem
besonders niedrigen variablen Zinssatz. "Auf den ersten Blick mag das verlockend erscheinen, doch die Rückzahlung richtet sich nach der Fremdwährung. Steigt diese im Wert, kommt es zu teils erheblichen Mehrkosten", erklärt Sascha Straub, Finanzjurist der Verbraucherzentrale Bayern.

Wenn wie derzeit Anleger verstärkt in bislang stabile Währungen wie den Schweizer Franken flüchten, hat dies einen enormen Wertanstieg zur Folge. Dieser wirkt sich jedoch sehr zum Nachteil derer aus, die auf die Stabilität gesetzt haben. Waren im August 2008 für 185.000 Euro noch rund 300.000
Schweizer Franken zu bekommen, muss man für den Betrag heute fast 100.000 Euro mehr aufbringen. Dieses Wechselkursrisiko trägt der Kreditnehmer. Er muss der Bank dafür nachträglich weitere Sicherheiten wie Grundschuld oder Lebensversicherungen zur Risikoabdeckung bereitstellen.

"Dies ist von Privathaushalten kaum leistbar", meint Straub. Aufgrund der unberechenbaren Risiken rät der Finanzexperte Verbrauchern von Fremdwährungskrediten dringend ab. Bereits betroffenen Kunden machen Banken derzeit das Angebot, in Euro umzuschulden. "Damit sollte man vorsichtig sein", sagt Straub, "weil der Verlust damit zementiert wird." Sollte sich der Wechselkurs wieder ändern, habe man ein schlechtes Geschäft gemacht.

Quelle: Internet: http//www.verbraucherzentrale-bayern.de; Pressemitteilung vom 12.08.2011
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